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Ein Gasthaus mit Jahrhundertalter Tradition ist das Gasthaus zum „Adler“ in Forchheim. Es gilt als das älteste Gasthaus auf der Gemarkung Forchheim. Seit dem Mittelalter war der „Adler“ ein Verwaltungsgebäude des Badener Stiftsgut.

Das Hofgebäude hatte den 30-jährigen Krieg überlebt. Erbpächter des Badener Stiftshofs mit 25 Morgen Acker, von insgesamt 63 Morgen des Stiftsguts, wurde um 1700 Michael Schattmann von Daxlanden, der zum Stammvater der Adlerwirte des 18. Jahrhunderts wurde. Am 16. Februar 1736 erteilte die Badische Regierung Johannes Schattmann für 15 Gulden das Schildrecht, das die Bewirtung und Übernachtung von Gästen genehmigte.

Stallungen und Gesindehäuser umgaben das Anwesen. Nach 1829 wurde dem „Adler“ ein Backhaus, ein Waschhaus und eine Branntweinbrennerei vorgebaut. Am Dorfbach besaß der „Adler“ einen über 13 ar großen Grasgarten mit einem Fischteich zur Bereicherung der Speisekarte der Gaststätte.

Die Honoratioren des Dorfes verkehrten regelmäßig im „Adler“. 1851 erbte Karl Melcher das Gasthaus von seiner Mutter, eine geborene Schattmann. Karl Melcher war eine bedeutende Persönlichkeit mit großen Unternehmergeist und Reichtum.

Er bewirtschaftete über 9 Hektar Äcker, davon rund ein Drittel auf der Insel Aubigel. 1855 erstellte Karl Melcher den Saalanbau mit Wohnungen im Obergeschoss und einem Eiskeller. 1869 errichtete er eine Brauerei in Forchheim. Als 60-jähriger überließ er das Anwesen des „Adlers“ (1874) seinen Söhnen Leopold und Georg per Schenkungsvertrag für 9.000 Gulden. Die beiden Söhne wanderten jedoch nach Amerika aus und ließen den verschuldeten „Adler“ zurück. Karl Melcher verstarb arm und verlassen im Jahre 1891 im Bezirksaltersheim bei Ottersweier.

Das Gasthaus wurde 1878 zwangsversteigert. Den Zuschlag erhielt David Kögel für 16.000 Mark. Als Grundstücks- und Immobilienspekulant kam David Kögel rasch zu Vermögen. Der „Adler“ wurde zum Spekulationsobjekt.

1905 gelangte er in die Hände Hermine Karle. Nach Franziska Schattmann wurde sie die zweite bedeutende Adlerwirtin. Mit ihren vier Töchtern bewirtschaftete sie das Anwesen mit einträglichen Gewinnen. Ihr Schwiegersohn Karl Essig übernahm das Gasthaus 1919 für 40.000 Mark.

Dessen Sohn Karl Essig und seine Frau Erna sind seit 1961 Inhaber des Gasthaus „Adler“.

Nach dem allzu frühen Tod von Karl Essig im Jahre 1986 übernahm dessen Sohn Bernhard Essig mit seiner Frau die Gaststätte.

Im Gasthaus „Adler“ lebt die Tradition der typisch urigen, dörflichen Speisewirtschaft fort. 

 

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Präsentationen (PDF´s)

- Plakat DIN A3
- Präsentation Herbst 2009

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Gasthaus zum Adler | Adlerstraße 36 | 76287 Rheinstetten | Tel. 0721 / 160360